Ehrenmützenträger
Ehren
mützen
träger
Wir sagen Danke an euch
Es ist üblich, Menschen für Verdienste um das Brauchtum der 5. Jahreszeit auszuzeichnen. Das galt auch für die Regenbogensitzung. Besonders war die Tatsache, dass es bis 2004 in Hessen keine schwul-lesbische Sitzung gab.
Deshalb war die Unterstützung unserer Ehrenmützenträger etwas ganz besonderes. Sie stellten sich völlig selbstlos auf unsere Seite, opferten Zeit (manchmal auch Geld) und trugen viel zum Erfolg der Regenbogensitzungen bei. Leben und leben lassen - das zeichnet alle unsere Ehrenmützenträger aus. Es war Pionierarbeit und bereitete den vielen seit 2004 entstandenen Rosa-, Regenbogen- oder Einhorn-Sitzungen in Hessen den Weg.
Unsere Ehrenmütze hob sich im Dschungel anderer Vereinskappen durch ihr farbenfrohes Design hervor und zeigte allen: Hier feiert ein besonders toleranter Mensch. Denn das gehört zu den unverzichtbaren Werten aller unserer Ehrenmützenträger.
Boris Rhein
Ehemaliger Innenminister und Wissenschaftsminister des Landes Hessen, heute hessischer Ministerpräsident. Schon sehr früh hat er uns unterstützt, war dabei und hatte auch seinen Spaß.
Boris Rhein war als Mitglied im CDU-Kreisvorstand Frankfurt für uns ein wichtiger Ansprechpartner. Aber noch viel wichtiger: Als ehemaliger Tanzschüler von Thomas Bäppler-Wolf war von Anfang an seine tolerante und offene Haltung klar. Wo konnte man das besser beweisen als bei Schwulen und Lesben auf der Regenbogensitzung?
Julia Klöckner
Auch wenn Julia Klöckler Parteivorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz ist, gehört sie trotzdem zum Freundeskreis von Bäppi. Sie verkörpert einen neuen, zielstrebigen und offenen Politikstil. Toleranz und Empathie sind ihr sehr wichtig und beeinflussen auch ihr handeln.
Zum Zeitpunkt der Verleihung der Ehrenmütze gab es nicht so viele Politiker, die glaubhaft ein tolerantes Miteinander verkörperten. Zusätzlich war und ist Julia Klöckler dem Fasching sehr zugetan.
So war es auch nicht erstaunlich, dass sie bei der Fernsehsitzung "Mainz bleibt Mainz" 2009 mit Stolz "unsere" Ehrenmütze trug - weithin sichbar im Saal und auf den Bildschirmen.
Petra Roth
Als ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt genießt Petra Roth noch heute bundesweiten Ruhm. Während ihrer Zeit öffnete sich Frankfurt nicht nur der Welt, sondern wurde auch wieder für die Einwohner eine attraktive Metropole.
Mit weiblicher Hand regierte sie über ein Jahrzehnt die Geschicke der Stadt. Ihre liberale Haltung stand zwar manchmal in Widerspruch zu ihrem Parteibuch, aber der Erfolg gab ihr letztendlich Recht. Und auch wenn Sie aus dem "nordisch-kühlen Bremen" stammt, war sie bei allen Frankfurter Vereinen sehr beliebt.
Unvergessen bleibt bei uns ihr "Auftritt" auf der Regenbogensitzung 2009. Aus einem Grußwort und Dankesrede anläßlich der Verleihung unserer Ehrenmütze wurde ein 10-minütiger fullminanter Auftritt. Ehrlich: Es gab "Zugabe"-Rufe...
Dr. Johanna Höhl
Die ehemalige Chefin der Landkelterei Höhl war für uns ein wahrer Glücksfall. Denn man braucht nicht nur Geld, sondern auch tatkräftige Unterstützung, um eine Regenbogensitzung auf die Beine zu stellen.
Wir haben von ihr beides erhalten. Als Sponsorin war sie für die Entstehung der Regenbogensitzung unverzichtbar, als Mentorin und erfolgreiche Unternehmerin eine wertvolle Ratgeberin.
Johanna Höhl hat Toleranz immer vorgelebt, unterstützt und gefördert. Deshalb gehört sie heute zu den echten Freunden des Hauses.
Manfred Krupp
Als (ehemaliger) unmittelbarer Chef von Heiner Schölling verantwortete Manfred Krupp letztendlich auch den Inhalt der Regenbogensitzung. Und das, obwohl kein direkter Einfluss genommen werden konnte, denn die Programmhoheit lag allein bei uns. Soviel Mut findet man wohl kaum.
Dem Programmdirektor Fernsehen und stellvertretenden Intendant des Hessischen Rundfunks gebührt daher ebenso unser aufrichtiger Dank für die tolle Unterstützung. Trotz Quotendruck und Erwartungshaltung war es für uns alle eine großartige Erfahrung und tolle Zeit.
Heiner Schölling
Dem ehemaligen Programmchef des Hessischen Rundfunks haben wir es zu verdanken, dass der Hessische Rundfunk die Regenbogensitzungen 2006, 2007 und 2008 im Fernsehen zeigte.
Er und seine Mitarbeiter/innen haben unsere allererste Sitzung im Jahr 2004 als ganz normale Gäste besucht. Kurz danach kam eine Anfrage zur TV-Aufzeichnung, die wir mit Freude bejahten.
Das Besondere an Heiner Schölling war seine Art, uns vollkommen freie Hand zu lassen. Es gab keine Auflagen, keine Einschränkungen, keinerlei Einmischung in Programm und Ablauf. Es war für ihn nicht immer einfach mit uns (z.B. wenn man Programmpunkte wie Die Homoristen denkt), aber sein Vertrauen auf unsere Authentizität war unerschütterlich. Für diese nicht alltägliche Unterstützung danken wir von ganzem Herzen.
Christa Schmidt-Holzhauer
Die Mitbegründerin des TSC Schwarz-Gold Frankfurt e.V. und ehemalige Kassenwartin gehört auf unserer Liste der liebsten Menschen ganz nach oben.
Christa Schmidt-Holzhauer brachte nicht nur ihre jahrzehntelange Erfahrung bei der Durchführung von Großveranstaltungen mit, sondern war auch bereit, unsere nicht immer volle Schatulle mit regider Weitsicht und effektiver Buchführung zu verantworten.
Ihr haben wir es zu verdanken, dass die Regenbogensitzungen kein finanzielles Disaster wurden, und alle Künstler und Lieferanten immer pünklich bezahlt werden konnten. Sie hat uns häufig genervt, wenn sie immer wieder unsere spinnerten Ideen als finanziell nicht umsetzbar deklarierte. Aber genau dafür lieben wir sie!
Ilona Klepper
Mit ihrem ungarischen Blut verfügte Ilona über einen gehörigen Schuss „Pusztafeuer“. Das war überaus ansteckend und inspirierend für uns.
Als fröhliche und weltoffene Prinzessin Ilona I. bestritt sie zusammen mit ihrem Prinzen Torsten I. (genau, der Dornberger Torsten) die Kampagne 2009 für Frankfurt am Main.
Sie unterstützte uns aktiv im Grossen Rat der Frankfurter Karnevalsvereine und es war für sie selbstverständlich, den ganzen Abend auf unserer Regenbogensitzung zu verbringen.
Torsten Dornberger
Torsten Dornberger führte ein Doppelleben: 11 Monate lang Koch, ein Monat faschingsbegeisterter Sänger. Im "richtigen" Leben leitet und bekocht er die Gäste der "Schönen Müllerin", einer der traditionsreichsten Apfelweinlokale in Frankfurt-Bornheim.
Als wir Torsten im Jahr 2003 baten, etwas echten ursprünglichen Fasching auf die ZuckeTucke-Bühne zu bringen, konnten wir nicht ahnen, wie begeistert das Publikum auf seine Stimmungs- und Schunkellieder reagieren würde.
Dabei hatte sich Torsten als aktiver Faschingskünstler eigentlich schon verabschiedet. Es bedurfte aber keiner großen Überredungskunst, bei unserer Idee eines schwul-lesbischen Karnevals mitzumachen. Von Anfang an stand und steht er uns als Ratgeber, karnevalistischer Fachmann und Stimmungskanone zur Seite.
Uns freute dann auch, dass in 2009 Torsten und seine Prinzessin Ilona das Prinzenpaar aller Frankfurter wurde.
Stephan Karaiskos
Stephan Karaiskos ist der Vorsitzende des TSC Schwarz-Gold e.V. Frankfurt am Main. Der TSC ist Mitbegründer der Regenbogensitzung und war für viele Jahre verantwortlich für die gesamte Logistik unserer Idee.
Ob Getränke, Kühlschränke, Tische, Deko oder reine Manpower - hinter einer Regenbogensitzung stecken sehr viele fleißige Hände. Stephan war von Anfang an mit Begeisterung dabei, hat seine "Mannen" immer wieder zu Höchstleistungen animiert und schonte sich selber am Wenigsten.
Nicht zu vergessen, dass hier auch finanzielle Risiken entstehen und getragen werden müssen. Der TSC Schwarz-Gold und Stephan Karaiskos haben uns nie im Regen stehen lassen. Es ist wunderbar, mit solchen Menschen Ideen umsetzen zu können.
Dirk Schicke
Im richtigen Leben ist er Inhaber einer Werbeagentur, im privaten Leben kennt man ihn auch als Mitinitiator und Resident-DJ des Club 78, einer der erfolgreichsten Partyreihen Deutschlands und das größte Gay-70er/80-Jahre-Event Europas. Als Gründungsmitglied des CSD Frankfurt trat er immer für Toleranz und Gleichberechtigung ein.
Sein Hobby war 15 Jahre lang die Regie der Bäppi la Belle-Shows. Das verpflichtet, denn wenn Bäppi ruft, wird ein Nein nicht geduldet. So wurde Dirk Schicke zu einem der drei Gründer der Regenbogensitzung.
Bei der Regenbogensitzung übernahm er am Abend die Regie und sorgt mit eiserner Hand für einen professionellen Ablauf. Mit seinem ständigen "Da brauchen wir ein Konzept" trägt er regelmäßig zur Belustigung aller Beteiligten bei, aber er setzt sich zielstrebig durch. Alles für die Show!
Thomas Bäppler-Wolf
Er hat eine Dreifach-Rolle in der Geschichte der Regenbogensitzung. Thomas Bäppler-Wolf und sein Alter Ego Bäppi La Belle ist nicht nur Mitbegründer der Regenbogensitzung, sondern auch Sitzungspräsident/in sowie Moderator und Künstler.
Heute führt Bäppi, wie wir ihn alle nennen, erfolgreich geschichtsinteressierte Menschen durch Frankfurt, präsentiert er seine Shows in seinem zweiten Zuhause, dem Rad in Seckbach und sitzt im Frankfurter Stadtparlament.